Ein
typischer Beraterinnentag im letzen Juli
Frankfurt - Finanzdienstleister
7:00
Letzte Nacht war kürzer als
gewollt, ich bin erst um 1:00 Uhr ins Bett gekommen. Der heute anstehende
Kundenworkshop musste noch vorbereitet und intern abgestimmt werden.
Von der Sonne geweckt und motiviert, ein paar Bahnen im Hotelpool zu
schwimmen - der beste Start, um nach einer etwas kürzeren Nacht wieder
in Schwung zu kommen.
7:45
Nicht das ganze Team hat's zum
Frühstück geschafft, aber dennoch: die ersten Späßchen werden gemacht,
da schmeckt das Frühstück gleich viel besser.
8:45
Ankunft beim Kunden. Jetzt
aber schnell Beamer und Computer hochfahren, damit der Workshop auch
pünktlich starten kann. Die Workshopteilnehmer trudeln ein, die Atmosphäre
ist angespannt, geht es doch um die Key Account Planung für die nächsten
Jahre: Ziele werden heute hier festgeschrieben, wofür die Kundenbetreuer
in Zukunft Verantwortung auch finanzieller Art übernehmen müssen.
10:30
Workshop-Pause und schnelles
Ergreifen des Laptops und des Telefons, um Emails zu beantworten und
den Anrufbeantworter abzuhören: Zwei neue Nachrichten von einem anderen
Kundenteam, das Fragen zu einer Recherche hat, bei der wir die Effizienz
von Kernprozessen im Vertriebsbereich untersuchen.
11:00
Der zweite Teil des Workshops
beginnt. Man spürt, dass sich die Stimmung gebessert hat; die Teilnehmer
fassen Vertrauen und sind kooperativ. Kurz vor der Mittagspause sind
wir alle wichtigen Kunden durchgegangen und haben neben den Zielen auch
Umsetzungsmöglichkeiten herausgearbeitet, wie sich diese Ziele erfüllen
lassen.
13:00
Gemeinsames Essen in der Kundenkantine.
Die Hitze von außen (35° im Schatten - und das diesen Sommer) und von
innen macht das Anzugtragen nicht wirklich zu einem Genuss.
14:00
Die erarbeiteten Workshop-Ergebnisse
müssen von mir dokumentiert werden; ich erstelle erste Analysen.
17:00
Case Team Meeting: die Teilmodule
unseres Teams, das aus 5 Beratern und einem Manager besteht, werden
vorgestellt und diskutiert, Input und Feedback von jedem sind ausdrücklich
gewünscht.
19:00
Recruiting-Aktivität: Ich telefoniere
mit einer Bewerberin, die von uns ein Vertragsangebot erhalten hat und
sich noch unschlüssig ist, ob wir die richtige Firma für sie sind. Wir
reden über den Alltag bei Bain, über die Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten
und wie wir "Bainies" miteinander arbeiten aber auch zusammen
feiern können.
20:00
Eine halbe Stunde für mich alleine:
Liege auf meinem Hotelzimmerbett und zappe mich durch das frühabendliche
Fernsehprogramm.
20:30
Gemeinsames Teamessen: Frische
Luft und kühle Getränke bringen die über den Tag lang ersehnte Abkühlung.
22:00
Ab geht's in eine Bar, und wieder mal bewahrheitet sich, dass die Welt
nur ein großes Dorf ist: sowohl Kollegen und ich treffen zufällig Bekannte
(ehemalige Komilitonen und Arbeitskollegen). Der Abend klingt mit einem
Cocktail in lockerem Ambiente aus. Mensch, schon wieder 23:00 Uhr. Ich
bin froh, dass es morgen mit der ersten Abendmaschine nach München zurückgeht.
Der Office Day am Freitag ist mir heilig.

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