Treue Kunden sind Schlüsselfaktor für Unternehmenserfolg –
Ergebnisse einer Analyse von Bain & Company
Kundenbindung zahlt sich aus, doch nicht
jede Kundenkarte sticht
München,
14. Juli 2003 – Die Hebelwirkung einer starken Kundenbindung ist
enorm. Wandern beispielsweise bei einer Sachversicherung jährlich
nicht mehr zehn sondern nur noch fünf Prozent der Kunden ab, errechnete
die Unternehmensberatung Bain & Company, erhöht das den Kundenkapitalwert
um stattliche 85 Prozent. Den Wert treuer Kunden erkennen in Deutschland
immer mehr Unternehmen: 76 Prozent der Firmen, so die Bain-Analyse,
setzen inzwischen auf Kundenloyalitätsmanagement. 1996 lag diese
Zahl erst bei 63 Prozent. Die vielfach aufgelegten Kartenprogramme sind
jedoch kein Allheilmittel.
Welche Kundenbindungsmaßnahme
für welches Unternehmen und welche Branche den gewünschten
Erfolg bringt, ist unterschiedlich. Vor allem ob sich der Einsatz der
inzwischen überaus beliebten Bonusprogramme lohnt, hängt unter
anderem von Branchenfaktoren ab. So können Fluggesellschaften und
Hotels attraktive Prämien bieten, die bis zu zehn Prozent der durch
den Kunden getätigten Umsätze ausmachen. Die Kosten dafür
halten sich durch die Nutzung freier Kapazitäten in Grenzen.
Anders dagegen bei Banken:
Hier können aufgrund der geringen Deckungsbeiträge im Retailgeschäft
nur Rabatte von weniger als einem Prozent gegeben werden. "Ob
ein solch geringer ökonomischer Mehrwert ausreicht, um Kunden zu
einer verstärkten Produktnutzung zu bewegen ist äußerst
fraglich", so Bain-Consultant Wagner.
Auch auf eine andere Frage
gibt es keine pauschale, sondern nur individuelle Antworten: Ob ein
Unternehmen ein eigenes Bonusprogramm fahren oder sich an einem Partnerprogramm
wie beispielsweise Payback oder Happy Digits beteiligen soll. Aus Kundensicht
lässt sich das eindeutig beantworten. Die meisten schätzen
Partnersysteme, weil das Punktelimit für eine attraktive Prämie
schneller erreicht werden kann.
Jedoch sind Karten mit ihren
Kundenvorteilen nur ein mögliches Element des Wertangebots, mit
dem ein Unternehmen attraktive Kunden gewinnen und halten kann. Generell,
resümieren die Bain-Berater, geht es darum, aus den Komponenten
Produkt, Service und Konditionen ein Angebotsbündel zu schnüren,
das für die adressierten Kundengruppen einen möglichst hohen
Nutzen bietet und sie dadurch an das Unternehmen bindet.
Je länger Kundenbeziehungen
dauern, desto besser zahlen sie sich aus. Denn das Gewinnen neuer Kunden
kostet Geld, das in der späteren Kundenbeziehung erst wieder verdient
werden muss. Dauerkunden sind außerdem weniger preisempfindlich.
Die Unternehmen können dadurch höhere Spannen abschöpfen.
Darüber hinaus stärken sie die Position im Wettbewerb.
Das ist besonders auf gesättigten
Märkten wichtig. Beispielsweise lassen sich Dauerkunden schneller
als Neukunden dazu bewegen, auch andere Produkte oder Leistungen eines
Anbieters nachzufragen. Das eröffnet erhebliche Cross-Selling-Potenziale.
"Darüber hinaus", erläutert Dr. Ingo Wagner, Director
bei Bain & Company, "zeichnen sich gebundene Kunden dadurch
aus, dass sie intensive Mund-zu-Mund-Propaganda für die Leistungen
und Produkte eines Anbieters betreiben."
Die Bain-Analyse belegt die
positive Erfolgswirkung richtig eingesetzter Kundenbindungsmaßnahmen:
Unternehmen, die aktives Kundenloyalitätsmanagement betreiben,
erzielen im Durchschnitt bessere Ergebnisse, verfügen über
höhere langfristige Erfolgspotenziale und haben eine stärkere
Position im Wettbewerb.
Weitere
Informationen
Mehr über Kundenbindungsstrategien können Sie aus dem beiliegenden
Bain-Newsletter "Results" vom August 2003 mit dem Titel
"Mit treuen Kunden gewinnen" sowie weiteren Veröffentlichungen
erfahren, die Sie unter der unten angegebenen Kontaktadresse anfordern
können.
Bain
& Company
Bain zählt zu den drei weltweit führenden Strategieberatungen.
Gemeinsam mit dem Topmanagement seiner Klienten arbeitet Bain darauf
hin, klare Wettbewerbsvorteile zu erreichen und damit den Unternehmenswert
nachhaltig zu steigern. Dabei sind herausragende finanzielle Ergebnisse
oberste Maxime des Handelns. Das Engagement geht so weit, dass Bain
auch erfolgsabhängige Honorare akzeptiert.
Die Strategieberatung unterhält rund 30 Büros in 19 Ländern
und beschäftigt weltweit 2.800 Mitarbeiter. Davon sind 220 in Deutschland
und 50 im Schweizer Office tätig. Seit der Gründung 1973 hat
Bain für über 2.500 Klienten aus praktisch allen Branchen
gearbeitet.
Kontakt:
Bain & Company Germany, Inc., Dr. Frank Hafner, E-Mail: Frank.Hafner@bain.com
Karlsplatz 1, 80335 München, Tel: +49 89 51 23 13 75, Fax:
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